Erstkontakt: Peugeot 308 2013

b_150_100_16777215_00_images_stories_peugeot_3082013_IMG_4723.JPGDie „8“ bleibt

Auch der Neue heißt Peugeot 308

Wettbewerbsintensiv und beliebt ist das Kompaktsegment. Jeder dritte Autokäufer entscheidet sich für ein Fahrzeug dieser Klasse. Beliebteste Karosserieform ist nach wie vor die klassische Fließhecklimousine. Ein Marktanteil von 45 Prozent spricht hier eine deutliche Sprache. Sie liegt damit klar vor kompakten Kombis, Vans und Crossover-Modellen. Betrachtet man das C-Segment nach KBA-Maßstäben, macht die Kompaktklasse (3- und 5-Türer, Kombis, Coupés, Cabrios) allein 25 Prozent des Gesamtmarktes aus. In den ersten sieben Monaten 2013 wurden hier laut Kraftfahrt-Bundesamt rund 439.000 Einheiten verkauft.

Für den neuen fünftürigen Peugeot 308 sieht die Unternehmensplanung daher eine zentrale Rolle. Er soll maßgeblich dazu beitragen, die Absatzzahlen der Löwenmarke zu steigern und auch in der Kompaktklasse den erfolgreich eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. Peugeot will sich weltweit höher positionieren.

Luxus und Hightech

Die zweite Modellgeneration des 308 wird geprägt durch luxuriöse Anmutung und modernste Technologie. Sein Design ist klar und eher zeitlos. Effiziente Motoren und Bestwerte beim Verbrauch sind heute ja schon Pflicht, also auch beim 308 im Angebot. Moderne Technologien und Assistenzsysteme, die Kunden gewöhnlich nur in höheren Fahrzeugsegmenten erwarten, untermauern eindrucksvoll den neuen Anspruch der Löwenmarke.

So bietet der 308 ab Ausstattungsniveau Allure Full-LED-Scheinwerfer und das Navigationssystem Plus serienmäßig; LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten für alle Modelle. Ein Fahrerassistenzsystem für adaptive Geschwindigkeitsregelung mit automatischer Gefahrenbremsung (durch Frontkollisionswarner) und Totwinkel-Assistent sind – wenn gewünscht – auch an Bord.

Ein Parkpilot für automatisiertes Einparken längs und quer zur Fahrtrichtung wird ab 2014 angeboten. Komfortausstattungen, wie optionale Ledersitze mit Massagefunktion oder schlüsselloses Zugangs- und Startsystem inklusive Start-/Stop-Knopf auf der Mittelkonsole, findet man in der Aufpreisliste.

Das Peugeot i-Cockpit eröffnet ein völlig neues Fahrgefühl in der Kompaktklasse. Das Cockpit orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen des Autofahrers und ermöglicht die optimale Kontrolle des Fahrzeugs und aller Funktionen. Das kompakte Lenkrad mit 351 mm x 329 mm ist das kleinste Volant in dieser Klasse. Es liegt gut in der Hand und gibt dem Fahrer eine direkte, präzise Rückmeldung. Das oberhalb des Lenkrads und damit im natürlichen Blickfeld des Fahrers angebrachte Kombiinstrument zeigt die fahrrelevanten Informationen an.

Zentrales Bedieninstrument ist der großformatige Touchscreen. Peugeot verzichtet im Cockpit nahezu vollständig auf Tasten, Regler und Knöpfe. Das hat sein Für und Wider, denn Tasten kann man erfühlen, den Touchscreen nicht.

Euro-6-Offensive

Zur Markteinführung umfasst die Motorenpalette des neuen 308 drei besonders effiziente Benziner und zwei drehmomentstarke, sparsame Dieseltriebwerke mit Leistungen von 82 PS bis 156 PS. Die beiden 1,6-Liter-Benziner erreichen Höchstgeschwindigkeiten von 203 bzw. 213 km/h.

Der 1.6 l e-HDi mit 115 PS verbraucht mit serienmäßigem Rußpartikelfiltersystem FAP sowie STOP & START-System und rollwiderstandsoptimierten Reifen nur 3,7 Liter Diesel je 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von lediglich 95 g/km. Im Frühjahr 2014 werden unter anderem der neue Dreizylinder-Turbobenziner und verschiedene BlueHDi-Versionen eingeführt. Alle neuen Motoren erfüllen die ab September 2014 gültige Abgasnorm Euro 6.

Nun wäre da noch die Frage aller Fragen: der Preis. Der beginnt mit 16.450 Euro beim Access 82 VTi und endet beim Allure HDi FAP 115 mit 24.600 Euro noch lange nicht, denn da gibt es ja noch die Sonderaustattungsliste. Zwar ist der Allure schon recht komplett, aber das eine oder andere findet sich bestimmt noch. Ein wenig kompliziert auch die Serviceleistungen, die zubuchbar sind – da lohnt sich genaues Hinsehen.

Erste Fahreindrücke konnten wir im Rheingau sammeln: Er fühlt sich gut an, der 308, und fährt sich angenehm. Mehr dazu dann im Fahrbericht.
Hans Jürgen Eibel


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