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Fahrbericht: Toyota Verso
Rücksicht

Ist der Toyota Verso voll besetzt, hilft ein kleiner, ausklappbarer Spiegel in der Dachkonsole das Geschehen hinter dem Fahrersitz im Auge zu halten. Was man beim Verso sonst noch im Auge behalten muss, klärt unser Bericht.....von Hans Jürgen Eibel






Fahrbericht


Warum der Verso, Verso heißt, lässt sich schwer ergründen. Verso nennt man die Rückseite einer Buchseite, also immer die geraden Zahlen. Vielleicht kam man auf diesen Namen weil die Stärken des Verso im Rückraum liegen. Nicht, dass der Verso vorne ne Lusche wäre, nein ganz im Gegenteil, aber von einem Van, der sich mit VW Touran und Konsorten messen muss, erwartet man einfach ein optimales Ausnutzen der Transportkapazitäten. Sei es die Anzahl der Passagiere oder auch seine Möglichkeiten als Kleintransporter. In beiden Kategorien kann der Toyota kräftig punkten. Wir hatten den Verso als D-Cat im Fahrtest, der Commonrail Turbodiesel leistet 150 PS und gibt ein maximales Drehmoment von 340 Nm zwischen 2000 und 2800 U/min ab. Diese Kraft überträgt er über eine Sechsstufenautomatik auf die Vorderachse. Das reicht für eine Spitze von 195 Km/h und der Spurt auf die 100 m/h Marke wird in 10,1 Sekunden erledigt. Nicht schlecht für einen Van. Leider verbraucht er im Kurzstreckenverkehr reichlich, da standen 10,5 Liter auf der Uhr, dagegen hat es sich dann im Langstreckenbereich auf 8,2 Liter Diesel pro 100 Km eingependelt, auch nicht gerade wenig.

Die Automatik schaltet sanft und legt auch immer den passenden Gang ein, lässt sich aber auch über Schaltwippen am Lenkrad beeinflussen. Für so ein Auto eine doch nicht all zu wichtige Möglichkeit, die ich nur zum Probieren benutzt habe. Der Verso will ja kein sportliches Auto sein, sondern nur ein wenn auch recht agiler Van.
Der Verso fährt sich angenehm, die Lenkung ist leichtgängig mit doch ausreichend Kontakt zur Fahrbahn, die Bremsen sind in Ordnung und die Bedienung stellt einen nicht vor Rätsel. Das Licht passt so, Xenon wäre wünschenswert, auch ein Tagfahrlicht und Abbiegelicht würde ihm gut zu Gesicht stehen.
Das Innenraumdesign tendiert in Richtung praktisch mit einem Hauch Eleganz. Wer am Tag mit Licht fährt muss Einbußen bei der Beleuchtung der Instrumente hinnehmen, die erst mit Einschalten der Zündung zum Leben erwachen. Auch das Navi wird trotz Tagschaltung dunkler, bei Sonnenlicht dann schwer zu erkennen. Ganz nett der Bildschirm des Navis auch als Abbildung für die Rückfahrkamera, auf die ich mich aber nicht so sehr verlassen würde, denn sie zeigt die Dinge weiter entfernt an, als sie tatsächlich sind. Es geht nichts über den Blick in die Rückspiegel und sich umwenden. Ohne Parkpiepser wird das Einparken eh zur Übungssache, denn weder das Heck, noch die Front sind einsehbar und es verlangt da einfach Übung, die Abmessung zu beherrschen.
Der höheneinstellbare Fahrersitz sorgt in Verbindung mit dem Längen und Höhen verstellbaren Lenkrad dafür, dass Fahrer fast aller Figur eine optimale Position einnehmen können. Die Sitze sind bequem mit ausreichendem Seitenhalt und absolut langstreckentauglich. 
Nun aber zu den wirklich positiven Dingen. Für Frauen, ein ideales Auto, können sie da doch ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Möbelrücken, nach Herzenslust nachgehen. Hier ist die durchdachte Funktionalität Trumpf, Die zweite Sitzreihe ist einzeln verschieb- und wegklappbar, sodass ein ebener Ladeboden entsteht, wenn die dritte Sitzreihe in der Versenkung bleibt. Auch die facettenreichsten Anforderungen an einen Van lassen sich damit verwirklichen. Von 178 Liter, wenn alle Sitzreihen in Betrieb sind, bist zu 1740 Liter wenn alle Sitze Weggeklappt sind reicht das Kofferraumvolumen. Bei aller „Vanhaftigkeit“ ist der Verso doch bequem und agil wie eine Limousine.
Von einem Familienauto erwartet man zu Recht auch ein hohes Maß an passiver und aktiver Sicherheit.
Dieser Erwartungshaltung kommt Toyota mit einem kompletten Paket aktiver Sicherheitseinrichtungen nach. Dazu zählen die jüngsten Versionen des Antiblockiersystems ABS und der elektronischen Bremskraftverteilung EBD sowie der Bremsassistent BA. Das ESP nennt sich bei Toyota VSC+ und funktioniert einwandfrei und unauffällig. Allerdings nimmt es schon sehr früh die Motorleistung zurück. Die Berganfahrhilfe HAC ermöglicht selbst in rutschigen Steigungen ein problemloses, kontrolliertes Anfahren – auch im Anhängerbetrieb.

Passiv schützen 7 Airbags Fahrer und die Passagiere. Der Fensterairbag entfalltet sich über die gesamte Länge der Seitenscheiben und deckt auch die dritte Sitzreihe ab.

Den Toyota Verso kann man ab 21.150 Euro für den 1,6 Liter Benziner ordern, der aus der Werbung bekannte 177 PS Verso liegt bei mindestens 27.800 Euro. Extras gehen wie der Name sagt, extra und hier gibt es eine nette Palette.
HJE
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Randnotizen
Vito E-Cell fährt abgasfrei und leise
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