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Kurztest Porsche 911 Targa 4
Eingetragenes Markenzeichen

Porsche Targa Als Porsche 1965 mit dem ersten Targa auf den Markt kam und mit diesem Projekt Erfolg hatte, tat man gut daran, den Namen schützen zu lassen, denn nur zu gerne hätten andere Hersteller die Idee und den Namen übernommen. Der erste Targa war eigentlich ein Cabrio mit einer als Überrollbügel ausgeformten B-Säule, mit dem Namen erinnerte man an die Targa Florio, an der Porsche ja mit einigem Erfolg teilnahm.


Das Konzept, ein Glasdach zu verwenden und dies beim Öffnen unter die Heckscheibe zu schieben, feierte 1996 Premiere und bis heute beibehalten. Es wurde im aktuellen Modell durch Gewichtsreduzierung sogar noch verfeinert. So konnte der Schwerpunkt wieder etwas nach unten verschoben werden – was der Straßenlage zugute kommt. Auch wenn der Normalfahrer Mühe haben dürfte, dies zu realisieren.{mosaddphp:casm.php}

Eulen nach Athen

Über die Performance des 911er zu schreiben kommt dem berühmten „Eulentragen“ doch sehr nahe – also lassen wir das. Er ist halt ein Porsche und wird hier mit einer komfortabel-sportlichen Abstimmung seinen Ansprüchen gerecht. Natürlich hat er PSM (Porsche Stability Managment) an Bord, auf Wunsch gibt es auch das Sport Chrono Plus Paket, das Gaspedal- und die adaptive Dämpfer-Kennlinie deutlich in Richtung „Sport“ verschiebt. Zusätzlich hat Porsche dem 911 Targa nun auch noch den Allradantrieb verpasst – wie die 4 am Heck deutlich mitteilt. Dieser Antrieb kann automatisch bis zu 40 Prozent der Antriebskraft zu den Vorderrädern leiten. Natürlich gibt es für den Targa auch optional die Keramikbremsen mit ihren gelben Bremssätteln.
Den Targa gibt’s mit zwei Motoren. Der Targa 4 mit dem 3.6-Liter-Sechszylinder Boxer und 325 PS und den Targa 4S mit einem 3.8-Liter-Sechszylinder und 355 PS. Damit erledigt der Targa 4 den Sprint von 0 auf Tempo 100 in 5,3, der S4 in 4.9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen 280 beziehungsweise 288 km/h.

Ein Streitobjekt?

Über Sinn und Zweck des Targa kann man vortrefflich streiten, wird dabei aber immer auf zwei konträre Meinungen stoßen. Wer gerne mit Licht durchflutetem Innenraum unter der Sonne unterwegs ist und seiner Beifahrerin den Blick auf Wolken oder den Sternenhimmel ermöglichen will, der hat mit dem Targa sein Traumobjekt gefunden. Die Darstellung eines Cabrios kann man dabei aber getrost dem 911er Cabrio überlassen. Ab Tempo 130 wird’s dann zugig und auch etwas laut. Aber: nur ein Knopfdruck – und der Targa wird wieder zum Coupé.
Ein weiterer Vorteil des Targa ist die zu öffnende Heckscheibe, die dann den direkten Zugang zu einem relativ großen Kofferraum freigibt. Dass die von Porsche montierten Rücksitze je in dieser Funktion gebraucht werden, wage ich zu bezweifeln, denn auch seinen ärgsten Feind würde man diesen Platz nicht anbieten. So übernehmen sie die einfach Funktion des erweiterten Gepäckabteils.

Eigenständig in der Familie

Der Targa ist zwar ein 911er, hat aber seine eigene Silhouette. Die spitz zulaufenden hinteren Seitenfenster, unterstrichen durch eine verchromte Zierleiste im Dachbereich und der – Entschuldigung! – „Knackarsch“, ergeben eine durchaus eigene Optik.

Die Preise: Für den 911 Targa 4 ruft Porsche 91.843 Euro, für den 4S 102.167 Euro, auf. Ab dem 4. November werden beide Modelle bei den Händlern stehen.

Der Öffentlichkeit werden die beiden Modelle erstmals auf der Pariser Automobil Ausstellung vom 30.9 bis zum 15.10. 2006 vorgestellt.
Text und Bild: Automagazin24.de


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Randnotizen
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