Räderberatung vor zehn Jahren und heute – ein Vergleich
Attendorn.Rückblick: Räderkauf im Jahre 1997. Ein BMW-Fahrer beim Rei-fenhändler. „Welche Räder und Reifen passen auf meinen Fünfer?“ Der Reifen-händler geht an seinen Wandschrank, greift einen von Hunderten von Aktenord-nern heraus und blättert hastig in zerlesenen Dokumenten. Kommt er da nicht weiter, folgt ein unter Umständen längerer Anruf beim Räderhersteller.
Ob ein BMW-Fahrer, der ausschließlich auf die Recherche-Qualitäten seines Gegenübers angewiesen war, daraufhin stets eindeutige Informationen mit nach Hause nehmen konnte, darf bezweifelt werden. Mitgebracht hatte er aber auf jeden Fall schon mal eine große Portion Geduld. Denn sonst hätte das Geschäft mit der Autoverschönerung vor zehn Jahren überhaupt nicht erst zustande kom-men können.
Räderkauf im Jahre 2007: Ein BMW-Fahrer surft im Internet, gerät auf die Seite von RH-Alurad, gibt seinen Autotyp ein, es erscheinen alle möglichen Radde-signs, einteilig, zweiteilig, dreiteilig, in verschiedenen Durchmessern, in allen möglichen Breiten, getrennt für Vorder- und Hinterachse. Ein Link verweist den Interessenten auf das jeweilige TÜV-Gutachten, das er direkt einlesen und sogar ausdrucken kann. Damit geht er nun zum Reifenhändler und bestellt die bereits von ihm zu Hause ausgesuchten und passenden Räder.
Die täglich bis zu sechstausend Nutzer der Homepage von RH Alurad (www.rh-alurad.de), die heutzutage so vorgehen, suchen oft auch extreme Rad- und Rei-fengrößen. Das Teilegutachten unterstützt sie dabei, sofort die technischen Grenzen des Machbaren zu erkennen. Oder sie werden auf notwendige Fahr-zeugumbauten hingewiesen, falls sie diese Grenzen zu überschreiten gedenken.
Beispiel: Ein Golf-V-Eigner, der nach einem eher unspektakulären 8x17“-For-mat Ausschau hält und dann das Teilegutachten öffnet, liest darin natürlich er-leichtert folgende frohe Botschaft: „Für dieses Gutachten entfallen Auflagen“.
Der Besitzer eines viele Jahre alten BMW, der unbedingt 8,5x19“-Räder mon-tieren möchte, wird im Gegensatz dazu darauf hingewiesen, „an der Hinterachse
die Radhauskante im Bereich der Stoßfängeroberkante bis zur Seitenschutzleiste umzulegen“.
Auf den geneigten Schrauber könnten sogar noch lustvollere Herausforderungen zukommen. Je nach Fahrzeugtyp heisst es dann: „Um eine ausreichende Frei-gängigkeit an Achse 2 herzustellen, ist der Kunststoffinnenkotflügel im Bereich der Stoßfängeroberkante auszuschneiden und die dahinter liegende Kunststoff-lasche des Stoßfängers entsprechend zu kürzen.“
Wer das nicht kann oder will, der schaut dann doch lieber bei „einer Nummer kleiner“ beziehungsweise „ohne Auflagen“ nach...
Um ständig den allerneusten Stand im Internet bieten zu können, hat der RWTÜV schon vor vielen Jahren ein eigenes Büro im Attendorner Werk von RH Alurad zur Auflage gemacht. Dort werden täglich bis zu 20 Teilegutachten gepflegt und auch neue ins Internet gestellt. Dies nicht nur wegen permanenter Neuerscheinungen auf dem Automobilmarkt oder neuer RH-Exponate, sondern etwa auch, weil plötzlich ein bestimmter Reifentyp noch flacher als bisher ange-boten wird. Automatisch wird dadurch ein größerer Raddurchmesser für ein und dasselbe Fahrzeug möglich. In Sisyphusarbeit sind so im Laufe der Jahre viele tausend Dokumente zusammen gekommen.
Die TÜV-Gutachten auf der Internetseite von RH Alurad - eine nützliche und schnelle Informationsquelle für mündige Autofahrer. Auch ihre Geduld wird im Jahre 2007 nicht mehr über Gebühr strapaziert... |